Minimalinvasive Therapien: Coiling

Ein Aneurysma (griechisch: die Ausweitung, Verbreiterung) ist eine lokalisierte Erweiterung von arteriellen Gefäßen infolge einer krankhaften erworbenen oder angeborenen Gefäßwandveränderung. Aneurysmata an den Hirnarterien (intrakraniell) stellen für den Patienten eine große Gefahr dar, da sie häufig unbemerkt bleiben, rupturieren können und somit eine unter Umständen lebensbedrohliche Hirnblutung verursachen.

Endovaskuläre mikroinvasive Therapie: Coiling

(mikroinvasiv durch die Leistenschlagader)

Ein seit 1995 zugelassenes Verfahren zur Verschließung von Hirnaneurysmata durch Einbringen von ablösbaren Platinspiralen (Coils) in das Aneurysma. Haarfeine, weiche gestreckte Spiralen werden über einen Mikrokatheter im Innneren des Aneurysmas positioniert. Dort nehmen sie wieder ihre ursprüngliche knäulähnliche Form an. Es werden vom Neuroradiologen nach Möglichkeit so viele Spiralen platziert, bis das Aneurysma komplett ausgeschaltet ist. Auch chirurgisch schwer zu erreichende Aneurysmata können mit dieser mikroinvasiven Technik behandelt und ausgeschaltet werden. Die Behandlung erfolgt in Vollnarkose. Wünschen Sie weitere, ausführliche Informationen zum Coiling können Sie gerne über unser Sekretariat einen Gesprächstermin mit einem unserer qualifizierten Mitarbeiter vereinbaren.

Neurochirurgische Therapie: Clipping/Wrapping

(offene Hirn-Operation durch Eröffnung der Schädeldecke)

Das Aneurysma wird durch einen Clip, der auf die Aussackung gesetzt wird, vom Blutkreislauf abgetrennt (Clipping). Ist ein Clipping nicht durchführbar, besteht die Möglichkeit, die ausgesackte Wand des Aneurysmas zu verstärken, um eine Ruptur zu vermeiden.(Wrapping)