Myelographie

Die Myelographie und die postmyelographische CT-Untersuchung sind klassische Untersuchungsverfahren aus dem diagnostischen Repertoire der Neuroradiologie. Seit dem Aufkommen der kernspintomographischen Untersuchungen, die eine deutliche Erleichterung und Verbesserung sowohl der diagnostischen Aussage als auch bezüglich der Belastung für den Patienten darstellt, hat die Myelographie jedoch an Bedeutung eingebüßt, . Nach wie vor gibt es jedoch Ausnahmen, die eine kernspintomographische Untersuchung bedingen. Zu dieser zählt in erster Linie das Tragen von Herzschrittmachern oder anderen Schrittmachter-Aggretat-Systemen. Bei entsprechender Fragestellung und Dringlichkeit der Untersuchung ist somit nach wie vor eine kontrastmittelgestützte Untersuchung des Wirbelkanales vonnöten. Wir führen an unserem Institut die Myelographie routinemäßig durch.

Das Untersuchungsverfahren der Myelographie und die sich hieran anschließende myelographische CT-Untersuchung der Wirbelsäule wird nur nach sorgfältiger Abwägung der medizinischen Notwendigkeit vorgenommen. Die Untersuchung selbst läuft in einem für die Patienten angenehmen und wenig belastenden Verfahren durch. Sie erfolgt quasi schmerzfrei und in komplizierten Fällen bei Verwachsungen bzw. Verbiegung der Wirbelsäule unter Röntgendurchleuchtung. Somit wird gewährleistet, dass Fehlpunktionen und Wiederholungspunktionen weitestgehend überflüssig bleiben. Die neuartigen Kontrastmittel, die ausschließlich für die Untersuchung des Wirbelkanals bzw. der Hohlräume des Gehirnes zugelassen sind, versprechen eine maximale Schonung und gute Verträglichkeit, sodass die früher so gefürchteten Kopfschmerzen nach der Myelographie weitestgehend vermieden werden. Zusätzlich erlaubt die so genannte Funktionsmyelographie, welche eine Funktionsuntersuchung der Wirbelsäule mit kontrastiertem Wirbelkanal darstellt, eine Aussage bezüglich etwaiger Fehlhaltungen oder etwaig sich einstellender so genannter spinaler Engen, die ausschließlich unter Belastung auftreten können.

Dieses Untersuchungsverfahren ist insbesondere bei ausgedehnten Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule und ausgedehnten Engpaßsyndromen der Wirbelsäule angezeigt. Nach sorgfältiger Beurteilung sowohl des myelographischen Befundes als auch des myelographischen CT-Befundes wird entschieden, in welcher Höhe der Wirbelsäule bzw. in welchem Ausmaß eine Wirbelsäulen-OP durchgeführt werden muss.

An oberster Stelle steht bei der Entscheidungsfindung in jedem Fall die größtmögliche Schonung und größtmögliche Patientensicherheit.