Kontrastmittel

Um die diagnostische Aussagekraft zu erhöhen oder um spezielle Untersuchungen durchzuführen, wie z. B. eine Gefäßdarstellung (CT-Angiographie) oder eine Durchblutungberechnung (CT-Perfusion), wird Kontrastmittel in eine Vene injiziert. Im Rahmen einer CT-Untersuchung werden fast immer jodhaltige Kontrastmittel benutzt.

Jodhaltige Kontrastmittel können bei entsprechender Veranlagung eine Schilddrüsenüberfunktion auslösen, welche unter Umständen medikamentös behandelt werden muss. Da es durch das jodhaltige Kontrastmittel auch zu einer Belastung der Nieren kommt, ist es wichtig vor der Untersuchung zu prüfen, ob die Nierenwerte im Normbereich liegen. Somit ist es erforderlich vor einer Computertomografie die aktuellen Laborwerte für Kreatinin (Nierenwerte) und TSH, T3 und T4 (Schilddrüsenwerte) zu bestimmen.

Bei Diabetikern, die Medikamente mit dem Wirkstoff Metformin einnehmen, muss beachtet werden, dass es zu Wechselwirkungen mit dem Röntgenkontrastmittel kommen kann und unter anderem die Gefahr einer schweren Stoffwechselstörung (Laktatazidose) besteht. Der behandelnde Arzt muss in einem solchen Fall entscheiden, wann diese Tabletten abgesetzt bzw. durch andere ersetzt werden müssen: Am besten wird für mindestens zwei Tage vor und zwei Tage nach der Kontrastmittelinjektion auf Metformin-haltige Tabletten verzichtet.

Bei Allergie oder Überempfindlichkeit (z. B. auf Kontrastmittel, Medikamente, Desinfektionsmittel oder Latex) können vorübergehend Juckreiz, Hautausschlag oder Erbrechen vorkommen. Lebensbedrohliche Komplikationen sind extrem selten. Bitte informieren das medizinische Personal vor der Kontrastmittelgabe über bekannte Allergien.