Minimalinvasive Therapien: Thrombolyse

Die Thrombolyse (griech. Thrombus: Blutpfropf; Lyse: Auflösung) ist eine Therapieform, die bei akuten, neu aufgetretenen Verschlüssen der Blutgefäße zur Anwendung kommt. Auch in der Akutbehandlung von ischämischen (Ischämie: Minderversorgung des Hirngewebes mit Sauerstoff) Schlaganfällen setzte sich diese Therapieform in den letzten Jahren mehr und mehr durch. Die zur Lyse eingesetzten Stoffe bauen den Thrombus entweder ab oder aktivieren körpereigene Abbauenzyme, die den Thrombus auflösen. Besonders erfolgsversprechend ist die Behandlung beim akuten ischämischen Schlaganfall in einem Zeitfenster von 3 Stunden nach Symptombeginn.

Lokale intraarterielle Lyse: Über einen speziellen Katheter wird direkt am Thrombus ein Enzym verabreicht, welches die Thrombenauflösung bewirken kann.

Systemische Lyse: Für die systemische Lyse werden tPA (Proteine, die der Blutgerinnung entgegewirken) intravenös injiziert.

Die Durchführung einer Thrombolyse ist in Deutschland nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit unserer Neuroradiologen mit der Neurologischen und Neurochirurgischen Universitätsklinik Göttingen, sowie die vorhandene nötige technische Ausstattung, können Patienten mit akuten ischämischen Schlaganfällen optimal therapiert werden.